Die letzten Tage in Dreywassern (Jetland 7 - Intime)

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Gweldim
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Die letzten Tage in Dreywassern (Jetland 7 - Intime)

Beitrag von Gweldim » Mo Mär 23, 2009 3:41 pm

"Kerja's Stolz" in Dreywassern...

Der Schankraum ist nur halb gefüllt, aber man sieht auf den ersten Blick, dass einige von den Anwesenden in den letzten Tagen einiges erlebt haben. Es herrscht eine gedrückte Stimmung und man unterhält sich nur leise.

Die Wirtin trägt immer wieder Essen und Leurenbräu an die Tische und - selbst wenn sie es niemals zugeben würde - nicht jede Flasche, die sie den Abgekämpften Männern auf den Tisch stellt landet auch auf ihren Deckeln. So trägt jeder seinen Teil zum Kampf im Süden bei.

Plötzlich springt die Türe auf und ein Bursche stürmt aufgeregt in den Schankraum:

"Die Boten sind da! Die Boten aus Ahbron sind da!!"

Schlagartig wird es ruhig im Schankraum! Alle schauen auf den etwas einfältig dreiblickenden Burschen, der sich sofort - unter einem Stirnrunzeln Larinas - eine Flasche Leurnbräu schnappt und diese halb leert.

"Ja sie sind da... also ... nur Boten..."

Die Stille im Schankraum ist nun beinahe körperlich zu spüren. Die Zeit scheint still zu stehen als ein Mann mit einer frisch verbundenen Kopfverletzung von Tisch aufsteht und mit zittriger Stimme sagt: "Na los, Zuck, erzähl uns was Du weißt. Vielleicht kommen die Ritter des Königs ja noch! Was hast Du gehört!!!"

Zuck schaut sich um und scheint jetzt erst zu verstehen, was er mit seiner Nachricht angerichtet hat.

Ein Mann mit einer grauen Rüstung erhebt sich: "Das darf nicht sein... ich komme gerade von den Jeta-Auen und ich habe ihre Armee gesehen! Sie haben mit uns gemacht was sie wollten - Der König muss kommen und uns helfen!"

Ein Mann, er trägt den Wappenrock eines Stadtbüttels, schaut gar nicht erst auf und murmelt nur... "und ich habe meine ganze Schar bei der Schlacht im Torfgrund verloren..." er nimmt einen großen Schluck aus seiner Flasche.

Immer mehr fangen an wild durcheinander zu reden... und sich gegenseitig von den schlimmen Erlebnissen des Kriegs zu berichten, als Larina energisch aufstampft:

"Jetzt haltet mal alle den Rand! Wir sind hier in Dreywassern und wir werden auch diese Krise meistern! Jetzt gebe ich erst einmal eine Runde, und wir trinken auf unsere Heimatstadt!! Und Du, sie wendet sich dem Stadtbüttel zu, hast genug getrunken!" Sie nimmt ihm energisch die Flasche weg... jedoch nicht ohne ihm einen kurzen Moment aufmunternd die Hand auf die Schulter gelegt zu haben.

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Gweldim
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Beitrag von Gweldim » Di Mär 24, 2009 12:29 am

"Kerja's Stolz" in Dreywassern...

Zuck ist inzwischen umringt von einigen Männern und Frauen, die ihm eifrig Fragen stellen, auch der Mann mit der grauen Rüstung hält sich nicht zurück von der Schlacht an den Jeta-Auen zu erzählen. Nur der Büttel - Marek - sitzt schweigend in der Ecke und starrt auf seinen Krug.

Larina räumt derweil die freien Tische auf, während Gomp einen Topf seines berühmten Feuertopfs in den Schankraum bringt...

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Elorthas
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Beitrag von Elorthas » Mi Apr 08, 2009 1:44 pm

Regen im Legionslager der IV. Zenturie der II. Kohorte ...

Marcus Octavius häutete mit seinem Pugio die erschlagene Ratte. Manche Zelte waren bereits zusammengefallen und nur mühsam errichteten einige Legionäre der vierten Zenturie der zweiten Westfarnenger Kohorte in den Sümpfen der Flussrandgebiete ihre Zeltbahnen von Neuem. Das Winterlager war das Mieseste, das Marcus bisher gesehen hatte. Er war froh, dass der Frühling schon mit großen Schritten herankam.
Mehrere Male schon rannten die Jetländer gegen den Brückenkopf an. Erfolglos. Ihre gesprengten Körper bildeten mit den Wolken surrender Fliegen bizarre Formen auf den Spießen der Verteidigungsanlagen. Er war nicht einmal dazu gekommen, diesen aufgeplatzten Körpern ihre Wertsachen zu entreißen, da er an den Scorpionen Dienst geschoben hatte. Vor einigen Tagen war eine Kohorte unter der Führung eines Legaten, der die Kralle trug durchgekommen. Der Signifer hatte das Feldzeichen verdeckt. Aber Marcus war sich sicher, dass diese Kerle von der Fulminata, der V. Legion stammten. Arme Jetländer und ihre Söldner aus den ach so fernen Ländern. Seid auch nicht mehr als blutiger Schlick unter ihren genagelten Sohlen...
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Althoron
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Beitrag von Althoron » Mi Apr 08, 2009 6:19 pm

"Kerja's Stolz" in Dreywassern...

Ein Ritter in einen grau- schwarzen Wappenrock betritt den Schankraum, er ist bis auf die Haut durchnässt. Tagelang regnet es schon im Jetland und seine Miene ist so finster wie das Wetter der Tage in den Gefilden. Wortlos stapft er an einen freien Tisch und lässt sich nieder. Larina eilt zu ihm und bringt ihm einen warmen Met. Für einen winzigen Augenblick huscht sowas wie ein Lächeln über seine Züge oder war es ein zucken voller Schmerz?
"Glotzt mich nicht alle so an, nein wir haben sie auch an der Eichenfurt nicht aufhalten können, wir sind einfach zu Wenige......... Iandrim stehe uns bei. Die Stadtgarde wurde gerüstet und steht bereit. Graf Falk ruft alle auf sich bereit zu halten holt Sensen und Hackbeile und verteidigt Euer Land was Euch nährt!"
"Es herrscht Krieg!"
rief der Tod, warf seine Sense fort und sprang auf den Mähdrescher.....

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Serrin
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Beitrag von Serrin » Do Apr 09, 2009 7:32 am

Dorf Loringast, 2 Tagesreisen südöstlich von Dreywassern...

Sir Serrin biss die Zähne zusammen, als die Heilerin den Verband um seine Schulter enger zog. Die tiefe Pfeilwunde hatte sich entzündet, doch es war keine Zeit für eine ordentliche Behandlung. Schon trug der Wind die Schreie der sterbenden über die flachen Hügel vor Loringast. Trockenes Blut klebte in den Haaren und auf der zerschundenen Rüstung und Kleidung des Ritters, als er sein Schwert ergriff und unter Schmerzen in den Sattel stieg. Sein Schild wurde ihm durch die Heilerin gereicht, denn sein Knappe war bereits vor 3 Wochen am Rande der Leurenmoore gefallen.

Die dunkel umsäumten, blauen Augen richteten sich auf die kleine Gruppe an Kriegern, die nicht besser aussahen als er selbst. "Ich werde Euch nicht sagen, dass dies unser letzter Kampf ist. Ich werde euch nicht sagen, dass wir Ihn überstehen werden. Dies liegt nun in den Händen Iandrims und der Heimstätte. Kämpft tapfer und erkauft den Flüchtlingen hinter uns so viel Zeit wie nur möglich. Jeder Eindringling, den Ihr niederstecht bedeutet vielleicht das Leben vieler. Möge die Heimstätte mit uns sein"

Hinter dem Hügelkamm konnte man nun ein Feldzeichen Farnengs und die ersten Speerspitzen erkennen.

"Es geht los! Verteilt euch zwischen den Häusern und haltet die Fackeln bereit! Lasst sie zu uns kommen. Ich will dass das Dorf lichterloh brennt und kein Weizenkorn, kein stück Fleisch für diese farnengschen Hunde übrig bleibt!"
Zuletzt geändert von Serrin am Do Apr 09, 2009 8:59 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von ChoRam » Do Apr 09, 2009 9:21 am

"Kerja's Stolz" in Dreywassern...

Der Mann mit dem Wappenrock der Garde des Grafen ging durch die Strassen Dreywasserns. "Hoffentlich hat das alles bald ein Ende!" dachte er bei sich, während er sich über den Markt bewegte und dabei es vermied Leute anzurempeln. An einem Stand bekam er von einem Händler einen Apfel geschenkt. Er nickte ihm dankend zu. "Es ist meine Aufgabe, ja, aber langsam werde ich diesem Spiel überdrüssig." Noch einmal ging er in Gedanken die Nachricht durch, die man ihm geschickt hatte. Das Papier schwamm schon längst zerissen in den Fluten des Jeta. Schliesslich stand er vor seinem Ziel. Das Schild der Taverne bewegte sich knarrend im aufkommenden Wind. Er besann sich kurz und betrat dann 'Kerja's Stolz'.
"Xagul und die Unterwelt wird mir beistehen!"
Ihm schlug der Geruch von verschütteten Bier und Met entgegen. Und Hoffnung. "Doch die Hoffnung wird schon bald der Angst weichen!"
Viele Augenpaare schauten ihn an und einige hofften auf neue Nachrichten. Doch er schaute sich nur suchend im Schankraum um und entdeckte schliesslich die gesuchte Person. Zügig ging er zu dem Tisch und nahm Haltung an. "Herr Ritter, bitte begleitet mich! Eure Hilfe wird am Handelsposten südlich der Stadtgrenze benötigt!" Er übergab dem Ritter ein Papier auf dem das Siegel des Grafen erkennbar war. Einige Männer spähten von ihren Sitzen auf das Papier. Er schaute in die Runde und lächelte in sich hinein."Ja, bald, schon bald, werdet Ihr alle Hoffnung fahren lassen..."
Der Weg zur Dunklen Seite... Schneller er ist, verführerischer, leichter.

Genial! ... Lasse mer weg!

Ich würde mich mit Ihnen gerne geistig duellieren, aber ich sehe, Sie sind unbewaffnet.

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Damry
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Beitrag von Damry » Do Apr 09, 2009 12:19 pm

Irgendwo im Jetawald, 3 Tagesreisen nördlich von Dreywassern...

Damry, einer der Wanderer zu Dreywassern, bewegte sich vorsichtig durch das Unterholz. Durch den tagelangen Regen hatte es das Wasser auch hier geschafft, trotz des dichten Blätterdaches, den Boden zu erreichen. Der lehmige Boden war leicht aufgeweicht, so dass es schwierig war, sich zu Bewegen ohne Spuren zu hinterlassen.

Sein Auftrag war klar. Er sollte dafür Sorge tragen, dass verbündete Boten sicher aus dem Jetland hinaus und wieder hinein kamen. Seit dem bekannt geworden war, dass sich Augen der Xereja hinter die Linien geschlichen hatten, war dies nicht mehr sichergestellt. Dann hörte er Schritte...

Nach einer kurzen Zeit, die ihm wie eine Ewigkeit erschien, kam eine Gestalt mit tief ins Gesicht gezogener, schwarzer Gugel in sein Sichtfeld. Damry murmelt die Worte "AN UMBAR OPPRIMO CREATURA" und mit einem Ausdruck der Verwunderung schlangen sich Wurzeln um die Beine des Unbekannten. „Hüter der Heimstätte“, waren die nächsten Worte die Damry sprach, doch die erwartete Antwort blieb aus. Damrys Muskeln spannten sich, als er sagte „Zeige mir deinen Nacken!“. Ein sekundenlanges Schweigen breitete sich zwischen den beiden aus. Es erschien, als ob die dicken Regentropfen, welche von den Blätter vielen, sich in Zeitlupe bewegten, um doch unwiederbringlich auf dem Boden auseinander zu bersten. Da kam plötzlich Bewegung in die Gestalt. Eine unnatürliche Bewegung, welche kurz darauf im Zusammenbruch endete...
Wieder einmal hat sein Gespür ihn nicht getrügt. Ein weiterer Spion war gestorben, ohne seine Informationen an die Front im Süden bringen zu können. In der Hoffnung, dass dieser kleine Erfolg den tapferen jetländischen Kämpfern und ihren Verbündeten ein wenig mehr Zeit einbrachte, macht er sich an die Durchsuchung des toten Körpers...

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Elorthas
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Beitrag von Elorthas » Do Apr 09, 2009 1:27 pm

"AN UMBAR OPPRIMO CREATURA"
"etwa Umbar, die Kreatur, drücke ich nieder? Was zur Hö...????"


"Sei froh, dass der Spruch funktioniert hat." , zischte eine Stimme aus einem Gebüsch.
"Das nächste Mal UMBRIS CREATURAM OPPRIMO!". In der Erinnerung an die Verschmutzung einer Farnenger Tempelmauer und der folgenden Ermahnung durch den Cenuturion, verbunden mit der Ermahnung FARNENGI ITE DOMUM einhundert Mal schreiben zu müssen, verkroch sich die zweite Gestalt in der Dunkelheit, um auch Damrys Zorn auszuweichen.
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Camorus
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Beitrag von Camorus » Do Apr 09, 2009 4:07 pm

Der Schwertmeister trat aus der Scheune, die Ihm in den letzten Tagen als Liegestätte diente, ins Freie. Sein Versuch nach Ravernien zu gelangen um Verbündete persönlich für die Hilfe des Jetlandes zu werben war kläglich gescheitert.
Kaum eine Meile hinter der Grenze des Jetlandes stieß sein Trupp, obwohl sie sich auf kleinen Pfaden bewegent, auf den Feind.
Dieser hätte die kleine Gruppe auch beinah eingeschlossen und total vernichtet. Die Mission endete in einem Desaster, von den 16 Recken, die mit ihm losgezogen waren, überlebten nur 3.

Ein Mann in einem zerfetzten, ehemals grauem Wappenrock blickte Camorus fragend an, als dieser aus der Scheune trat.
"Was macht Ihr schon hier, werter Sir Camorus? Die Frau sagte ihr müsset Euch noch mindestens eine Woche schonen!"
"Angus, meine Wenigkeit kann nicht im Bette verweilen, wenn ich wieder einen Schritt gehen und ein Schwert halten kann, das bin ich dem Jetland und seinen Bürgern schuldig, zumal ich nicht in einer Scheune auf Heu gebettet erschlagen werden will.

Doch klärt mich bitte auf, wie gelangten wir an diesen Ort?"

"Ihr hattet den Versuch des Gegeners erkannt uns einzukesseln und uns zum sofortigen Rückzug aufgefordert. Dabei ward Ihr von einem Bogeschützen und einem Armbrusschützen getroffen worden.
Ich hatte mich in den Tümpel gestürzt und zwischen dem Schilf verborgen.
Der Feind hielt Euch wohl für tod, ließ euch liegen und setzten den anderen nach, ich holte Euch zu mir in den Tümpel."

Camorus: "So verdanke ich Euch mein Leben, habet Dank. Sollten wir das hier überstehen, so werde ich es nicht vergessen."

Wir hätten mehr Männer mitnehmen müssen.... aber es waren keine mehr übrig. Die Ostwacht ist kaum mehr besetzt. Zweidrittel sind in das südliche Jetland entsandt worden, von den Verbleibenden sind 13 bei dem Versuch Hilfe zu organisieren gefallen.

"Angus, lasst uns aufbrechen, zurück an den Jeta. Ich hoffe unterwegs einen Boten zu treffen, dem ich die Nachricht an den Grafen mitgeben kann.
Wenn wir uns mit den anderen wieder zusammen geschlossen haben steigt unsere Wahrscheinlichkeit am Leben zu bleiben, wenn auch nicht sehr viel.
Die Einheimischen wollen hier verweilen, da ich ihnen kein sichers Geleit zusagen kann, schlagen ich Ihnen diesen Wunsch nicht aus.... Vieleicht haben sie hier sogar eine größere Wahrscheinlichkeit länger am Leben zu bleiben."

Angus rief die zwei übrigen Wachen zusammen, sie machten die Packesel und die Pferde fertig.
Sie verabschiedeten sich von wortlos von den Einheimischen und ritten von dannen.
Aus der Scheune ward das verzweifelte Weinen von Frauen zu vernehmen.
Ruhm und Ehre

Sir Camorus
Schwertmeister des Jetlandes

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Althoron
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Beitrag von Althoron » Do Apr 09, 2009 7:30 pm

Was war das nur für ein jämmerlicher Landstrich, nicht mal annähernd die halbe Legion Nordica hatten Sie gebraucht um diese Jetländische Pack an den Rand der Niederlage zu bringen. Hätte es der ganze Heertross durch diesen verdammten Sumpf geschafft, wären Sie zum großen Opferfest wieder in Farneng gewesen. Wieso hat man all die Jahre diese Bauernpack überschätzt? Keiner dachte das es ein so Leichtes sein würde das Jetland zu überennen. Es war nur noch eine Frage der Zeit bis Dreywassern fiel. Er Gambrinus war fest davon überzeugt das längst eine Legion die Leurenmoore umlief und bald die lästige Orkgefiech in den Wilderlanden platt gemacht würde. Dann wäre auch die Zeit der hiesigen Orks gekommen. Aber nein, so lange sollte es nicht dauern zu tief saß der Hass, nein seine Augen suchten Fieberhaft den Anführer er wollte ihn haben und ihn für seine Taten büßen lassen. Um so länger die Kohorten standen umso mehr wurden sie in Scharmützel verwickelt und Ihre Kampfkraft auseinander gezogen. Bald sollte es Zeit werden für den letzten Hammerschlag.

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Serrin
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Beitrag von Serrin » Do Apr 09, 2009 9:11 pm

Etwa einen halben Tag südwestlich von Elvenwacht im Jetawald...

Mit einem grimmigen Gesichtsausdruck zog Tarik einen seiner Pfeile aus dem Leichnam eines farnengschen Spähers. Seit zwei Tagen waren er und eine kleine Gruppe Elben aus Elvenwacht den Spähern gefolgt, in der Hoffnung, dass sie irgendwann unachtsam sein würden.

Es war nicht leicht gewesen, doch schließlich konnten Sie die Späher auf eine falsche Fährte locken und in einem Hinterhalt niedermachen.

"So weit in Norden sind Ihre Späher schon.... Es wird Zeit, dass Lohomyr seinen feisten Hintern in Bewegung setzt, sonst gehen wir alle vor die Hunde", dachte Tarik bei sich, als er und seine Begleiter wieder im Dickicht verschwanden, so als wären Sie nur eine Täschung der Sinne gewesen.
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Lhasbelin
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Beitrag von Lhasbelin » Do Apr 09, 2009 10:29 pm

Im Zwielicht der nahenden Dämmerung... auf den Schlachtfeldern.
Es besaß kein Gewissen, noch konnte man es ihm zugestehen, dass es dachte oder Gefühle besaß.
Die Erde hate sich aufgetan und es war aus den Schlünden emporgekrochen, hatte Nahrung gewittert. Faulig und modernd, zerfetzt und angenagt durch der Würmer Fraß, so wartete es und Zeit hatte keine Bedeutung.

In der Ferne konnte es die Angst riechen, welche wie ein fauler Atem über das Schlachtfeld zog. Leben regte sich, aber es neigte sich dem Ende.
Mit gebrochenem Blick erfasste es nicht die Natur, nicht den Boden und schon gar nicht das Licht der Nacht. Sie konnten nicht mehr sehen, nur erahnen.

"Erhebe Dich und folge meinen Worten. Suche jene, welche sich an das Leben klammern, als wäre es das einzige, was zählt. Verlösche das Licht der Hoffnung und bringe mir ein Andenken, welches den Dienstgrad ausweist."

Nur diese Stimme zählte und sie konnte ihm befehlen. So zog es los, mit seltsam entstellten Schritten und der Duft nach Leben trieb es in die richtige Richtung.
Ein jeder Tag umdüstert mich, denn Klage ist mein Lied.
(aus dem Klagelied der Yaradenie)

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Griffinus
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Beitrag von Griffinus » Mo Apr 13, 2009 7:24 am

Vom Sumpf aus, gab es für Eames und seinen Weggefährten nur einen Weg, den Richtung Dreywassern. Leider war der Schatz, den sie bergen konnten, alles andere als riesig gewesen. Klar reichte es für die Unkosten und auch ein bischen mehr, aber nicht für viel mehr.
Also blieb ihm nichts anderes übrig, als dem Gestank des Krieges zu folgen, wie er es schon so oft getan hatte.
So lag er nun, halb eingegraben, von Blättern bedeckt auf Beobachtungsposten. Auch wenn der Regen sein Versteck langsam in ein Schlammloch verwandelte, hatte er auch etwas gutes. So wurde man schlechter entdeckt.
Lange hatte Eames die angreifenden Truppen im Sumpf verfolgt und studiert. Es hatte doch auch etwas Gutes, mal in einem Schanz- und Sappeurregiment gedient zu haben.
"Ich werde zu alt für diesen Scheiß", ging es ihn durch den Kopf. "Es wird Zeit, daß ich dieses Kriegshandwerk endlich hinter mir lassen kann. Irgendwann wird es mein Verderben. Ich muß endlich genug Geld verdienen, um mich zur Ruhe setzen zu können."
Weiter studierte er das rege Treiben des Kriegslagers.
Disziplin schien das oberste Gebot zu sein. Alles lief wie ein Uhrwerk. Perfekt, fast zu perfekt. Wer immer verrückt genug war, sich im offenen Kampf dieser Armee zu stellen brauchte verdammt viele Truppen, oder wurde niedergetrampelt....soviel war sicher. Aber je größer eine Armee und je steifer das Regiment, desto anfälliger wurde sie für "alternative" Angriffe. Außerdem wirkten die Strukturen und Kampfstrategien recht durchschaubar...fast antik.
"Noch heute Nacht werde ich mein Beobachtungsposten verlassen und den nächsten Ort aufsuchen. Bedarf werden sie an einem weiteren Schwert sicher haben. Bleibt nur zu hoffen, daß sie auch genug Geld hatten, um bezahlen zu können. Ich würde nur ungerne meine Dienste diesem Dinosaurier verschreiben müssen."

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Beitrag von Lhasbelin » Di Apr 14, 2009 7:04 am

Weit entfernt von den Landen Dreywassern... auf der obersten Plattform eines Nienmindos in Celebgalen.

Die Kämpfe hatten die ganze Nacht gedauert und ein jeder der Soldaten unter Lhasbelins Kommando hatte aufgeatmet, als die Sonne sich über den Horizont erhob. Das Licht, die vielversprechende Hoffnung eines jeden Tages hatte auch am heutigen Morgen die Orks wieder in ihre Löcher verbannt.
Der Hauptmann der Menelmacar sah müde aus und doch hatte er Wacht zu halten, noch waren die letzten Gefahren nicht vorüber. Eilige Schritte auf den weißen Stufen hinter ihm ließen ihn sich umdrehen und in das Gesicht Isilmos blicken, welcher leicht das Knie beugte.
"Mein Herr Lhasbelin. Eine Nachricht ist eingetroffen und ich fürchte sie trägt bittere Botschaft. Doch seht selbst..."
Eiligen Schrittes war er auch schon wieder verschwunden, nur die Rolle in seiner Hand erinnerte Lhasbelin noch daran, dass sein Soldat hier gewesen war.
Schnell war sie entrollt und die feingezeichneten Buchstaben berichteten von den Zuständen in den Jetlanden.

Es verging einige Zeit, bis er sich wieder regte und in seinen Zügen hatten sich die Sorgenfalten erneut gezeigt. Krieg in den Jetlanden bedeutete auch, dass von dort keine Hilfe für Celebgalen kommen würde können und das viele Gefährten aus vergangenen Tagen in Gefahr waren.
Das Schlimmste jedoch war, dass sie keine Hilfe würden schicken können, um die Jetländer zu unterstützen...
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Beitrag von Camorus » Mo Apr 27, 2009 7:39 pm

Einen traurigen Anblick boten Sie.
Der Schwertmeister führte sein Pferd am Zügel, ein Packesel und ein Reittier waren verendet. Wie konnte es so weit kommen, der Schwertmeister und drei Streiter seines Vaters schlichen wie Diebe durch das Jetland.
Wieso bekam das Jetland die geballte Macht Farnengs auf einmal zu spüren?
Wieso jetzt, warum kamen sie mit Einbruch des Winters? In den Sümpfen ist es nicht kalt genug, um zu gefrieren, das kann nicht der Grund für den Zeitpunkt gewesen sein.
Woher hatte der Feind die Information, das er nach Ravernien aufbrechen wollte?
Es waren keine Legionäre die sie vernichtet hatten. Ein unkoordinierter Haufen aber genug für die kleine Schaar von Kämpfern. Gab es noch eine dritte Macht? Ist das Jetland gar nicht das Ziel Farnengs?
Er machte einen Schritt nach dem anderen, ein Fuß vor den nächsten.
Das denken viel ihm schwer. Könnte er doch in die alten Bibiotheken, die er früher so gehasst hatte, und nachlesen, doch er war der Schwertmeister, sein Schwert war gefragt, dabei konnte er es kaum in er Hand halten. Zuweilen war er froh, dass Sie zu Fuße unterwegs waren, da hatte der Arm mehr Zeit zu heilen....
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